Geschichte
Der zunehmend unter den Berufsverbänden der verschiedenen Nationen zu verspürende Bedarf, auf internationaler Ebene Kontakte zwischen den einzelnen Verbänden zu schaffen, sowie das Bewußtsein hinsichtlich der zunehmend wichtigeren Bedeutung des Berufsbildes des Önologen und der gesamten Branche veranlaßte den Präsidenten des französischen Berufsverbandes der Önologen Gabriel Humeau im Jahre 1962, der Möglichkeit nachzugehen, die nationalen Berufsverbände der Önologen und die auf dem Gebiet des Anbaus und der Produktion von Wein arbeitenden Fachkräfte in einem einzigen, internationalen Dachverband zu vereinigen. Diesem Gedanke schloß sich Antonio Carpenè, Vorsitzender des italienischen Berufsverbands der Önologen, sogleich an, indem er sich spontan zur Zusammenarbeit bei der Gründung eines internationalen Dachverbandes bereit erklärte.
Der Plan zur Gründung der Union Internationale des Œnologues wurde 1964 bei zwei Tagungen in Narbonne und Madrid vorgestellt und besprochen, an denen Vertreter der Berufsverbände aus Argentinien, Chile, Spanien, den Vereinigten Staaten, Frankreich, Italien und Portugal teilnahmen. Des weiteren wurden bei diesen Sitzungen der Gründungsakt und das Arbeitsprogramm des neuen Verbandes erarbeitet.
Nach Verabschiedung der Gesellschaftsstatuten konnte die Union Internationale des Œnologues am 24. April 1965 in Mailand gegründet werden. Gründungsmitglieder waren die Berufsverbände von Argentinien, Chile, Spanien, Frankreich, Italien und Portugal. Gabriel Humeau wurde zum Präsidenten und Antonio Carpené zum Vizepräsidenten ernannt, die Aufgabe des Generalsekretärs übernahm der Spanier Louis Albalate.
Als Hauptsitz der U.I.Œ. wurde Paris ausgesucht, weitere Sitze wurden in Madrid und Mailand eingerichtet. Die heutigen Zielsetzungen des Dachverbandes entsprechen im wesentlichen den bereits in den Gesellschaftsstatuten festgelegten Zielvorgaben, was als Beweis für ihre unveränderte Gültigkeit gewertet werden kann.
Zur Zeit vereinigt die Union Internationale des Œnologues sechzehn nationale Berufsverbände aus Argentinien, Brasilien, Chile, Deutschland, Japan, Frankreich, Griechenland, Italien, Kanada, Kroatien, Österreich, Portugal, der Schweiz, Slowenien, Spanien und Uruguay.